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2021 Regenbogenbrücke

 

Milan

05.01.20121

 

Leider erreichte uns diese traurige Nachricht:

Milan - Liebe Mitarbeiter, vielleicht erinnert ihr euch noch an mich. Am 07.02.2009 bin ich, bei euch noch mit dem Namen Asterix, dann Milan, offiziell zu meinem neuen Besitzer gekommen. Es war ein Start ins neue Leben mit einigen Schwierigkeiten. Ich musste lernen alleine zu bleiben ohne die Einrichtung zu zerlegen, Leinenführigkeit, soziales Verhalten gegenüber anderen Hunden, speziell Rottweilern und Männern mit Bart. Einiges habe ich bis zum Schluss nicht ganz abgelehnt, eben typisch für Jagdterrier/Dackel - Mix. Was ich ohne Training immer gut konnte war auf meine Familie aufpassen, mein Spielzeug, Kongs in jeglichen Größen und Farben bewachen, Autofahren und Essen in meinen Magen verstecken was nicht für mich gedacht war. Ich war ein großer Wirbelwind, mit unendlicher Energie, Kraft und Durchhaltevermögen. Wenn es mir schlecht ging habe ich es ganz selten gezeigt, immer gekämpft und der Stärkste auf der Wiese gewesen. 


Auch habe ich von Norden bis in den Süden Europas viele Länder bereist, von Kroatien bis zur Ostsee war ich dabei, habe in verschiedenen Meeren gebadet, bin die Schneekoppe als erster unserer Gruppe nach oben gelaufen und das mit bereits 11 Jahren, habe am See gezeltet und mit dem Zug von Südtschechien nach Magdeburg gereist. Die letzten knapp 7,5 Jahren habe ich dann in Tschechien gelebt und war viel in den österreichischen Bergen unterwegs. Habe viele neue Freunde gefunden, aber besonders Frauen liebten mich, wahrscheinlich wegen meiner Augen und meiner penetranten Art wenn ich gestreichelt werden wollte. Wenn ich dann mal nicht dabei sein konnte, verbrachte ich meine Zeit bei unseren Nachbarn im Garten. Rannte mit meinem Ersatz-Herrchen durch die Weinhänge und half dem Ersatz-Frauchen beim kochen :) So vergingen die Jahre.

Seit März/April 2018 ging es mir dann langsam schlechter. Meine Hinterläufe wollten nicht mehr so wie mein Kopf wollte. Damit begannen dann die vermehrten Besuche bei meiner sehr netten und lieben Tierärztin in hier in Znojmo. Sie kümmerte sich wirklich viel um mich aber bei meinen Beinchen war es nur noch ein Kampf gegen die Symptome. Von Zeit zu Zeit ging es mir dann wieder etwas besser aber es war nicht mehr alles so toll wie davor. Trotzdem war ich bei den meisten Ausflügen und Reisen noch dabei. Meine Familie hat mich die Berge teilweise hochgetragen oder wir sind zu Freunden mit den Auto statt zu Fuß gefahren.


Ab August 2020 wurde es dann immer schlechter, meinen letzten Urlaub verbrachte ich mehr im Ferienhaus oder auf der Terrasse, statt bei den Aktivitäten meiner Familie. Aber durch den Urlaub konnte ich meinen Familienteil aus nochmal sehen, denn die halfen mich in den ersten Jahren zu erziehen und es gab immer mal eine Kleinigkeit die ich eigentlich nicht mehr so futtern konnte. Das war dann auch mein nächstes Problem, egal was ich gegessen habe, es kam fast immer als Durchfall wieder raus. Meine Familie hat für mich gekocht, spezielle Nahrung gekauft aber auch das half nur noch bedingt. Frau Doktor untersuchte mich noch mehrmals aber die Verdauung hat nicht mehr so gearbeitet wie es sein sollte.

Mein Herrchen hat vielleicht etwas zu lange gewartet, aber er hatte Angst mir Lebenszeit zu nehmen und mich gehen zu lassen. Gestern am 04.01.21 gegen 14 Uhr besuchte ich dann die liebe Ärztin, sie öffnete extra für mich, denn sie ist eigentlich im Mutterschutz, so sehr mochte sie mich. Mein Herrchen und Frauchen waren bei mir als ich den Weg über den Regenbogen ging. Ich bin ganz ruhig in den Armen von Herrchen eingeschlafen. Ich habe einen schönen Platz in meinem Garten unter einem kleinen Bäumchen gefunden. Von da sieht mich meine Familie wenn sie auf der Terrasse steht, aus dem Kinderzimmer oder Arbeitszimmer schaut.

Ich wollte mich mit diesen Zeilen bei den Mitarbeitern des Tierheimes bedanken für diesen tollen Hund. Er hinterlässt eine unendlich große Lücke die nicht zu füllen ist. So viel Ärger, aber auch seine große Liebe, die für immer fehlen wird.

Mit freundlichen Grüßen Patrick Schenk und Milans Familie

 

Lieber Milan, liebe Familie Schenk, beim Lesen dieser sehr emotionalen Zeilen sind auch bei uns die Tränen geflossen. Milan war einfach ein ganz besonderer Hund und hatte das große Glück, ganz besondere Menschen an seiner Seite zu haben, die ihn bis zu seinem letzten Atemzug begleitet haben. Dafür danken wir Ihnen ganz herzlich, denn das ist leider nicht selbstverständlich. Wir wünschen Ihnen ganz viel Kraft, den Verlust zu verarbeiten und hoffen, dass Milan nun am anderen Ende der Regenbogenbrücke seinen Charme versprüht und ohne Schmerzen auf uns hinab sieht. Machs gut, hübscher Milan und ruhe in Frieden...

Dein Tierheim-Team hat Dich auch in all den Jahren nicht vergessen und Du wirst immer in unseren Herzen bleiben.