Millionen Mastkaninchen leiden hinter Gittern

Pressemeldung vom 15.02.2008



Tierqual: Mil. Mastkaninchen leiden hinter Gittern

Besonders zur Osterzeit sind Kaninchen auf deutschen Festtafeln beliebt. Jedes Jahr werden circa 30 Millionen Tiere in Deutschland geschlachtet. Der Tierschutzverein Burg u. Umgebung e. V. informiert darüber, dass Mastkaninchen unter extrem tierquälerischen Bedingungen gehalten werden. Bisher gibt es keine rechtlichen Bestimmungen, die die Kaninchenhaltung regeln. Einzelne Handelsketten haben daher die Konsequenzen gezogen und die Qualware erst einmal aus den Kühlregalen verbannt.

„Das Leben hat mit der Idylle, von frei hoppelnden Tieren nichts zu tun. Hier muss endlich eine gesetzliche Regelung her, damit die Kaninchenmast in Zukunft den Anforderungen des Tierschutzgesetzes gerecht wird. Um auf das wahre Schicksal unserer Mitgeschöpfe aufmerksam zu machen, fordern wir, auf den Kaninchenbraten zu verzichten“, so Frau Astrid Finger, Vorsitzende des Tierschutzvereines Burg e.V.

Die typische Haltung der Mastkaninchen ist mit der von Legehennen in Käfigbatterien vergleichbar. Die Tiere sind in Drahtgitterkäfigen eingepfercht, in denen sie aller artgerechten Verhaltensweisen beraubt sind. „Hoppeln“, und „Männchen machen“ sind den bewegungsfreudigen Tieren nicht möglich. Die grausamen Folgen: Verkümmerungen der Wirbelsäule und Gelenkprobleme. Die Drahtgitterböden und der zu geringe Platz fügen den Kaninchen enorme Schmerzen (z. B. Pfotengeschwüre) zu.

Der Tierschutzverein Burg e.V. und sein Dachverband, der Deutsche Tierschutzbund, fordern eine rechtlich bindende Regelung dieser Haltung.
Es ist nun an der Zeit für die Bundesregierung aktiv zu werden und eine nationale Regelung zu erlassen.

Aus Tierschutzsicht muss die Haltung von Kaninchen und Einzelhaltung verboten werden. Der Weiteren müsste dem artgemäßen Verhalten der Tiere Rechnung getragen und mehr Platz, Rückzugbereiche, Nagematerial und strukturiertes Futter zur Verfügung gestellt werden.

Astrid Finger



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